Sukzessionsfläche

Sukzessionsflächen sind im engeren Sinne keine Biotope. Die Flächen zeichnen sich durch eine Abfolge von Pflanzen-, Tier- oder Pilzgesellschaften aus. Vereinfacht gesagt entstehen solche Flächen dort, wo der Mensch sie sich selbst überlässt und keine Eingriffe vorgenommen werden. So können sich sukzessiv verschiedene Arten auf den Flächen ansiedeln und verschiedene Lebensgemeinschaften entstehen.

Begriff Sukzession

Unter Sukzession (lateinisch succedere „nachrücken“, „nachfolgen“) versteht man die natürliche Rückkehr der für einen Standort typischen Pflanzen-, Tier- und Pilzgesellschaften (Biozönose), die sich nach einer Störung aufgrund der vorherrschenden Umweltfaktoren (vor allem Klima und Bodenart) dort wieder einstellt. Diese sukzessive Entwicklung führt von einem gestörten oder veränderten Ausgangsstadium – zum Beispiel durch Sturmschäden, Lawinen usw. oder diverse vom Menschen verursachte Veränderungen der Natur wie etwa Rodung oder Übernutzung, im Extremfall vom vegetationsfreien Boden („Initialstadium“) – über verschiedene Zwischenstadien zu einem stabilen Endstadium (Klimaxgesellschaft), sofern keine erneuten Störungen auftreten.

In der Umgangssprache werden Flächen, die früher genutzt und seither über einen längeren Zeitraum sich selbst überlassen wurden, als Sukzessionsflächen bezeichnet. Sukzession wird dann häufig mit Verbuschung gleichgesetzt.

Die natürliche Sukzession lässt sich mit dem Heilungsprozess eines Lebewesens vergleichen.

Sukzessionsfläche Golfclub Neckartal

Zwischen den Bahnen 13, 14 und 15 entsteht seit Beginn des Projektes eine Sukzessionsfläche. In diesem Bereich haben sich in den letzten 2 Jahren viele Pflanzen, Bäume und Sträucher weitläufig ausgebreitet. Weitere Sukzessionsflächen auf der Golfanlage existieren bereits seit mehreren Jahren.